Stand 26. Dezember 2006


"Sie hatten 44 Stunden" - der schnellste Roman aller Zeiten ist nun als Buch erhältlich

In wie vielen Schreibseminaren ist dieser Satz schon gesagt worden:"Wir können an diesem Wochenende natürlich keinen ganzen Roman schreiben ...'? Man lacht, man nickt: Ist ja klar.

Doch im Januar 2005 haben an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel 15 Teilnehmer einer als "Schreibseminar" nur unzureichend beschriebenen Grenzerfahrung genau das vollbracht: Innerhalb von 43 Stunden und 7 Minuten (die Zeit für Essen und Schlafen usw. wohlgemerkt inbegriffen!) einen Roman von über 300 Manuskriptseiten Umfang zu entwickeln und zu schreiben. Wie das ging? Man werfe einen Blick in mein damaliges Tagebuch.

Daß es danach fast zwei Jahre gedauert hat, bis das Buch erschienen ist, ist zugegebenermaßen eher in die andere Richtung rekordverdächtig, aber wir als Herausgeber (Dr. Olaf Kutzmutz, Klaus N. Frick und ich) wollten erst die Möglichkeit ausloten, den Roman bei einem Publikumsverlag unterzubringen. Da das nicht geklappt hat, griffen wir auf Plan B zurück - der dem Projekt meines Erachtens auch angemessener ist -, nämlich, im Hausverlag der Bundesakademie eine Studienausgabe mit ausführlichem Anhang herauszugeben. Und so einen Anhang zusammenzustellen, das dauert eben auch. Wir wollten, daß alles darin ist, was jemand wissen wollen würde, den es anwandelte, etwas ähnlich Wahnwitziges einmal selbst zu versuchen.

Bestellt werden kann das Buch in jeder Buchhandlung oder direkt bei der Bundesakademie. Enthalten außer dem Roman selbst: Vorgeschichte, Organisatorisches zur Vorbereitung und Durchführung, Vorübungen, Anschreiben, Ausschreibung, Informationen zu den Autoren, mehrere Erfahrungsberichte sowie jede Menge Fotos.

"Plasmasymphonie"

Der 3. Band der von Helmuth Mommers herausgegebenen Anthologiereihe "Visionen" ist schon vor einiger Zeit erschienen und überaus lesbar. Zu den Highlights gehören meiner Meinung nach die beiden Stories von Thor Kunkel und Marcus Hammerschmitt, am eindrücklichsten war ein als Kurzgeschichte getarntes Romankondensat von Michael K. Iwoleit, das ich mir, wenn's recht ist, als 600-Seiten-Schmöker wünsche, und zwar spätestens zu Weihnachten 2009.

Ach ja, von mir ist natürlich auch eine Story drin. Deswegen erwähne ich das alles.

Detailliertere Informationen hier.

Stand 28. November 2006


Höhenflüge und Tiefschläge

Tja. Und noch eine Rezension der "Carpet Makers", diesmal im Onlinemagazin Emerald City und auch wieder des Lobes voll. Doch leider, leider - die Verkaufszahlen sind trotz allem nicht so, wie TOR BOOKS sich das vorgestellt hat. Wer je mit dem Gedanken spielte, sich die amerikanische Ausgabe der "Haarteppichknüpfer" zuzulegen, sollte sich rasch entscheiden: Das Buch wird demnächst vom Markt genommen.

Stand 14. August 2006


Der erste Roman meiner Frau erscheint am 24. August

Überraschung! Nach dem langen Bangen, Warten und Zagen, das der Veröffentlichung eines Romanerstlings nun einmal unvermeidlich vorausgeht, sind nun die Belegexemplare von "Mirandas Traum" eingetroffen. Verfasserin: Marianne Eschbach. Und da es bis zum offiziellen Erscheinungstermin am 24. August 2006 nur noch ein paar Tage sind, kann ich jetzt endlich mit dem großen Geheimnis herausrücken!

Aber natürlich kann man das nicht in ein paar Zeilen abhandeln. Deshalb: Wer mehr über den Roman selbst erfahren will, schaut direkt zur Buchbeschreibung; wer mehr über die Hintergründe wissen möchte und wie es überhaupt so zugeht im Hause Eschbach, klicke mein >Tagebuch an.

Und hier für die Übersicht die Daten: Marianne Eschbach, Mirandas Traum, Weltbild-Verlag, 288 Seiten, € 12,95. Zu finden in gut sortierten Buchhandlungen oder einfach bei Amazon.

Hörbuch mit "apokrypher" Haarteppichknüpfer-Geschichte

Eine Vorankündigung: Im Dezember erscheint eine Story aus dem "Haarteppichknüpfer"-Universum als Hörbuch, die noch nie auf Deutsch gedruckt worden ist: "Die Wiederentdeckung". Geschildert wird, wie auf dem Planeten Eswerlund Karten der verschollenen Galaxis Gheera wiedergefunden werden - eine Episode, auf die der Roman einmal kurz anspielt.

Geschrieben habe ich diese Story im Frühjahr 2000 speziell für die Juni-Ausgabe der französischen SF-Zeitschrift GALAXIES, die mir damals ein längeres Porträt widmete. In Französische übersetzt wurde sie von Claire Duval. Auf Deutsch war "Die Wiederentdeckung" einmal sechs Wochen lang beim Internetbuchhändler booxtra online lesbar; seither ruht sie in der Schublade. Wenn aber irgendwann in naher Zukunft endlich die große, dicke, nahezu komplette Kurzgeschichtensammlung bei Lübbe erscheint, versprochen, wird diese Story dabei sein!

Wer so lange nicht warten will, Hörbücher mag und fünf Euro übrig hat, kann sich ja die Scheibe schon mal vormerken. Dezember, wie gesagt.

Wie man einen Roman schreibt - Kurzanleitung auf 13 1/2 Seiten

Der Bramann-Verlag ist ein kleiner Fachverlag, der zunächst "Bücher für Buchhändler" herausgegeben hat. Neu ist die Reihe Praxiswissen Medien, zu deren erstem Band Treffpunkt Text - Das Handbuch für Freie in Medienberufen ich einen kleinen Beitrag beigesteuert habe: Nämlich den Versuch, auf möglichst knappem Raum zusammenzufassen, wie man einen belletristischen Roman schreibt.

Nun sind meine Belegexemplare angekommen, und siehe da: Was für ein interessantes Buch! Knapp 400 Seiten, die es in sich haben. Praktisch alle Belange einer freiberuflichen Existenz in den Medienberufen - wozu mein eigener ja auch zählt - sind überaus informativ abgehandelt, sei es die Frage, wie man die Arbeit zuhause organisiert, sei es das Finden von Kunden und der Umgang mit Auftraggebern, seien es rechtliche, finanzielle (wieviel Honorar kann man verlangen?) oder steuerliche Fragen oder Fragen der eigenen Weiterbildung. Ob nun einer (oder eine) Übersetzer, Texter, Redakteur, Journalist, Ghostwriter, Drehbuchautor oder Lektor oder... oder... oder... werden will: Ein Blick in dieses Buch lohnt auf alle Fälle, ehe man den Schritt in die Selbstständigkeit wagt. Und die € 39,50 sind gut angelegt. Bei mir ist das Buch jedenfalls sofort in die Handbibliothek gewandert.

Nochmal die Daten: Susanne Ackstaller, Momo Evers und Constanze Hacke (Hrsg.), Treffpunkt Text, Bramann-Verlag, 416 Seiten, ISBN 3-934054-50-1. Direkt bestellbar hier.

Stand 9. Juli 2006


JESUS VIDEO auf Lettisch!

Wunderschön gemachte Bücher kamen neulich an. Wie der Buchmarkt in einem so kleinen Land funktionieren soll, ist mir schleierhaft, aber da, allen Ernstes: Eine lettische Ausgabe eines meiner Romane! Gesamtauflage: Fünfzehnhundert oder so. Naja, sehr viel mehr wurden seinerzeit vom Original-Hardcover auch nicht verkauft. Bloß daß die nicht so schön war.

Also, ich bin beeindruckt, Lettland. Auch wenn der Anblick der Seiten mich an nichts erinnert, was ich kenne. Muß ja auch nicht.

Da manche so etwas interessiert, noch diese Angaben: Der Verlag heißt Diena's Gramata, die ISBN lautet 9984-789-01-2, offizielles Erscheinungsdatum war 1. Juni 2006. Den Preis weiß ich leider nicht.

Best Books 2005: "The Carpetmakers" auf Platz 6

Noch eine herzerwärmende Information, die ich einer Leserzuschrift verdanke. Auf einer weiteren Liste bester SF-Romane des Jahres 2005, und zwar der der amerikanischen Website sfsite.com, sind die "Carpetmakers" auf Platz 6 gelandet.

Dubioses...

Am 11. April erreichte mich ein Mail einer mir bis dato unbekannten Literaturzeitschrift namens Ixlibris, deren Redakteurin anbot, mir den Ratgeber für neue Autoren 2006/2007 zu schenken, versandkostenfrei und ohne Verpflichtung. Aufmerksam auf mich sei man durch meine Homepage geworden, die mich als Schriftsteller ausweise, "der am literarischen Betrieb besonders interessiert" sei.

Hm. Ich folgte neugierig den angegebenen Links, unter anderem diesem, wo man Probekapitel daraus lesen konnte. Mein Eindruck: Eine raffinierte neue Masche von Druckkostenzuschußverlagen, Kunden zu gewinnen. Im Gewande eines Ratgebers soll dem Leser und der Leserin der Eindruck vermittelt werden, daß es heutzutage völlig normal, ja sogar unumgänglich sei, seine Bücher auf eigene Kosten herauszubringen.

Dem ist, um es ganz klar zu sagen, nicht so. Der Normalfall ist nach wie vor der, daß Geld vom Verlag zum Autor fließt, und zwar von Anfang an. Wer dennoch eine Veröffentlichung bei einem Zuschußverlag in Betracht zieht, sollte wenigstens vorher einmal in ein paar gute Buchhandlungen gehen, nach Büchern dieses Verlages suchen und, so er sie nicht findet (wovon ich ausgehe) sich danach erkundigen - und dann gut zuhören, was der Buchhändler dazu sagt...

Stand 5. Februar 2006


Schnäppchenalarm!

Zunächst ist zu vermelden, daß "Das Jesus-Video", wegen Auslaufs der Rechte seit einiger Zeit vergriffen, demnächst wieder erhältlich sein wird, und zwar als Taschenbuch bei Knaur für angemessene € 8,95.

Doch halt! Wer darauf gewartet hat, sollte nicht gleich losrennen, sondern erst zu Ende lesen: Gleichzeitig wird das Buch auch im Hardcover wieder aufgelegt, und zwar - festhalten! - in einer Ausgabe, die 1 € billiger ist als das Taschenbuch. Und als wäre das nicht genug, handelt es sich auch noch um die wohl schönste deutschsprachige Hardcoverausgabe, die von diesem Roman je erschienen ist. Gut, das ist kein allzugroßes Kunststück, aber auf alle Fälle ist das Buch hervorragend aufgemacht und ein echtes Schnäppchen. Der Haken an der Sache: Es handelt sich um eine limierte Sonderausgabe, die nur bei Kaufhof erhältlich ist, und auch nur, solange der Vorrat reicht. Es heißt also: Zugreifen, jetzt oder nie!

Hier zum Vergleich die beiden Cover, gleichzeitig eine interessante vergleichende Studie über die Wirkung von Schrift auf Buchumschlägen:

US-Resonanz auf "The Carpetmakers"

Vor ein paar Tagen machte mich Kai Meyer, dessen (übrigens auch von mir geschätzter) Roman "Die fließende Königin" gerade in den USA heftig erfolgreich ist, darauf aufmerksam, daß sich auch "The Carpetmakers" auf der Empfehlungsliste des amerikanischen Phantastikmagazins Locus findet. Die komplette Liste hier.

Florian Breitsameter verdanke ich den Hinweis, daß sich das Buch auch auf dieser Liste der "Best Books 2005" findet.

Und dann habe ich noch gehört, daß "The Carpetmakers" unter die Top Ten der Science Fiction & Fantasy-Liste der US-amerikanischen Fachzeitschrift Kirkus Review aufgeführt sein soll. Dieses Magazin ist online nur für Abonnenten einsehbar, und das Abo ist heftig teuer, aber da ich diese Information von Dr. Übleis bekommen habe, dem verlegerischen Geschäftsführer der Droemer-Knaur-Gruppe, zu der heute der Schneekluth-Verlag gehört, bei dem "Die Haarteppichknüpfer" einst erschienen sind, kann man zweifellos davon ausgehen, daß es stimmt.

Mittlerweile ist das Buch übrigens auch als Taschenbuch erhältlich. Mit einem Preis von $14.95 zwar immer noch nicht billig, aber dafür sehr edel aufgemacht; ich mag es immer kaum aus der Hand legen. Wen es interessiert: Die ISBN lautet 0-765-31490-8.

"Eine Billion Dollar" auf Russisch

Aus Russland dringt relativ wenig Resonanz bis zu mir. Was mich jedoch erreicht, hat es in sich: Immer mehr Verlage melden Interesse an, fragen nach weiteren Büchern, und eine russische Ausgabe folgt der nächsten. Was ja auch etwas zu sagen haben dürfte.

Die neueste Neuerscheinung ist die russische Ausgabe von "Eine Billion Dollar". Wieder einmal beweist der Zakharov Verlag, daß er ein Händchen für eingängige Titelbilder hat. (In der Verkleinerung vielleicht schlecht zu sehen: Die Oberfläche der Weltkugel, die da jemand in Händen hält, ist mit $100-Noten überzogen - denen mit Benjamin Franklin darauf.)