Epinal - Das Festival in vollem Gang

Der gestrige Tag war anstrengend, wie das erste Tage auf derartigen Festivals immer so an sich haben. Diesmal war es so, dass ich am Bahnhof ankam, gleich von zwei Leuten des Fahrdienstes (das Festival findet an mehreren über die Stadt verteilten Orten statt, da braucht man so etwas) abgeholt und quasi sofort in eine bereits laufende Debatte über die Verkehrsmittel der nahen Zukunft ("Mit dem Auto, der Rakete oder zu Fuß?") verfrachtet, und kaum hatte ich meinen Platz auf dem Podium eingenommen, bedachte mich der Moderator auch schon mit einer Frage.
Puh.

Langweilig wird es den Autoren also nicht; der Tagesplan ist jeweils dicht gepackt, und Zeit, sich selber irgendwelche Podiumsdiskussionen anzuhören oder dergleichen bleibt wenig. Gestern war sogar das Mittagessen verplant: Zwei Autoren und eine Handvoll Festivalbesucher, die sich rechtzeitig dafür angemeldet hatten; Diskutieren und Essen in einem ruhigen Nebenzimmer eines Restaurants in der Altstadt von Épinal. Das erwies sich als ein durchaus gelungener Tagesordnungspunkt; ergiebiger als so manche Diskussion mit zu vielen Teilnehmern auf der Bühne. Zwischendurch kam noch der Direktor des Festivals auf einen Happen und ein paar Fragen vorbei, so lernt man so jemanden auch mal kennen.

Auf dem Festival ist - ungewöhnlich - noch ein weiterer deutscher Autor, Bernhard Hennen, den ich zwar vom Namen und einigen Büchern her kannte (zwar bin ich eigentlich kein Fantasy-Leser, aber trotzdem ein Fan der - leider unvollständig gebliebenen - "Gezeitenwelt"-Saga), dem ich aber hier zum ersten Mal begegnet bin. Abends klinken wir uns aus, gehen ein Bier trinken und tun, was Autoren bei solchen Gelegenheiten tun, wir reden übers Schreiben.